Schloss Nr. 63 - Lokalisierung :
Das Objekt der ehemaligen Schießpulveraufbewahrung ist im nördlichen Abhang unter dem Schloßtheater neben der Mantelbrücke gelegen.

Objektbeschreibung:
Das Haus ist zweistöckig und steht auf einer untermauerten Felsenterrasse oberhalb des ehemaligen Hirschgeheges. Gedeckt ist es mit einem Walmdach mit eingebauter Mansarde. Von Westen schließt daran ein langer Anbau an.

Bauhistorische Entwicklung :
Das eigentliche Objekt hat seinen Ursprung in der Renaissance und ist eingebaut in das System der mittelalterlichen Befestigung mit nachträglichen Instandsetzungen der Stützmauern. In der Barockzeit wurde eine mächtige Mauer hinzugefügt, die den Trakt auf der östlichen Seite ausgrenzt, der ursprünglich wahrscheinlich die schwarze Küche beherbergte. Nach Angaben aus dem Jahre 1759, als ein flachdeckiges Objekt erwähnt wird, kann man annehmen, daß die Gewölbe, die die Decken beider Stockwerke bilden, erst klassizistisch sind. In den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde das Objekt teilweise umgestaltet. Es wurden besonders die Mansarden umgebaut und die Fensterkonstruktionen im unteren Stockwerk eingesetzt. Neuzeitlich ist die Brüstungsmauer der Terrasse auf dem östlichen Anbau ebenso wie der Anbau aus Ziegeln.

Bedeutende architektonische Details :
Der Beachtung wert ist der bis heute erhaltene Renaissanceverputz mit Eckbossage, die ursprüngliche Befestigungsmauer mit Schießscharten, die heute schon zugemauert sind.

Geschichte der Bewohner des Hauses :
In der älteren Tradition wird das Haus als Pulverturm bezeichnet. Die isolierte und gleichzeitig relativ nahe Lage des Objektes zum Schloß würde sehr gut der Aufbewahrung von Sprengstoffen, die vor allem für die Zwecke des herrschaftlichen Jagdwesens dienen, entsprechen. Die Existenz des "Pulverturms" wird bestätigt durch die ältesten Schloßinventare von der Neige der Herrschaft der Rosenberger an der Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert. In den Aufzeichnungen aus dem 19. Jahrhundert steht schon, daß das Haus zu Wohnzwecken diente.

Heutige Nutzung :
Heute wird das Objekt schon etwa 10 Jahre nicht mehr genutzt.

(ds)