Eine fesselnde Ausstellung, deren beeindruckendstes Exponat die Schwarzenbergische Krönungskutsche ist, die zur Krönung der Kaiserin Maria Theresia in Prag eingesetzt wurde. Sie wurde von einem festlich geschmückten Sechsgespann gezogen. Für die eingespannten Schimmel haben sich sogar die Geschirre erhalten – einschließlich der verzierten, samtenen und reich bestickten Schabracken.
Eine weitere Besonderheit sind die festlichen Prunkschlitten, gezogen von einem Pferd in prachtvollem Geschirr. Ausgestellt sind außerdem erhaltene Schabracken, Halfter, Gebisse, barocke Sättel und andere Teile der Reitausrüstung.
Die fürstlichen Stallungen im V. Schlosshof wurden in den Jahren 1750–1752 im Erdgeschoss des sogenannten Renaissancehauses vom Schwarzenbergischen Hofbaumeister Franz Jakob Fortin (Fortini) in unmittelbarer Nähe der Schlossreitschule errichtet. In seinen tonnengewölbten Räumlichkeiten wurden Halbblutpferde untergebracht, die von der Herrschaft für Ausritte in der Umgebung genutzt wurden. Bis heute sind im Inneren der Stallungen etwa 22 Nischen mit steinernen Futtertrögen erhalten geblieben, sowie ein reich profiliertes Wasserbecken am mittleren Fenster.