Besucher haben die besondere Gelegenheit, das Kircheninnere zu besichtigen und mehr über die Geschichte eines der ältesten Sakralbauten Südböhmens zu erfahren.
Während der gesamten Öffnungszeit ist ein deutschprachiger Gästeführer vor Ort, der Interessierten Informationen über die Kirche vermittelt.
---
Über die St.-Nikolaus-Kirche
Die ursprünglich romanische Kirche aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts liegt inmitten des Friedhofs auf einer Anhöhe südlich der Gemeinde Boletice. Sie wurde am 3. Mai 1958 zum Nationalen Kulturdenkmal erklärt. Seit 2016 befindet sie sich im Eigentum der Gemeinde Kájov; zuvor gehörte sie zum Truppenübungsplatz Boletice.
Die Kirche vereint Bauelemente aus mehreren Epochen. Der Turm und die Außenmauern des Langhauses stammen aus der Romanik, während Chor und Sakristei mit ihrem eindrucksvollen Netzgewölbe in der Hochgotik entstanden. Im 16. Jahrhundert wurde an der Nordseite des Langhauses eine Renaissance-Vorhalle angebaut. Besonders sehenswert sind die teilweise freigelegten mittelalterlichen Wandmalereien im Chor sowie die figürlichen Konsolen, die das Netzgewölbe der Sakristei tragen.
Heute prägt die Kirche als markanter Orientierungspunkt die Landschaft, in der die ursprünglichen Siedlungen nach 1945 verschwanden und die über Jahrzehnte Teil des Truppenübungsplatzes Boletice war. Der Innenraum ist normalerweise nicht öffentlich zugänglich. Die Kirche wird jedoch regelmäßig für kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen sowie Trauungen genutzt.