Das barocke Wallfahrtsgelände auf dem Kreuzberg oberhalb von Český Krumlov ist eine historische und geistliche Kulturstätte mit enormer Ausstrahlung, romantischer Umgebung und schönen Ausblicken auf die Stadt und den Böhmerwald. Ganzjährig werden Kulturveranstaltungen und gesellschaftliche Events sowie geführte Spaziergänge angeboten.

Dienstleistungen

  • geeignet für Kinder
  • kommentierte Besichtigungen
  • Programme für Schulen

Sehenswertes

Dauerausstellungen: Südböhmische Madonnen – aus Český Krumlov, Zlatá Koruna, Vyšší Brod und Doudleby

Panoramablick durch das Fernrohr: der schönste Ausblick auf Český Krumlov und den Böhmerwald

Kapelle: wurde mindestens 3x geweiht, anmutig wirkender Sakralbau, am Feiertag der Kapelle „Erhöhung des Hl. Kreuzes“ am 14. September bzw. am darauf folgenden Samstag findet hier eine Festmesse in lateinischer Sprache statt.

Konzerte in der Kapelle mit hervorragender Akustik und unverwechselbarem Ambiente (laut aktuellem Angebot)

Ausstattung:

Gemeinschaftszentrum in der ehemaligen Einsiedelei (d. h. Wohntrakt der Angestellten, die im 18. Jahrhundert das Gelände instand hielten), DVD-Filmvorführung, TV-NOE, Buchverleih, Gemälde. Da in den Wintermonaten beheizt, dient der Wallfahrtsort im Winter für Wallfahrer und Besucher auch als „gemütlicher Rückzugsort“.

Kinderspielecke: Malbücher, Malsachen, Kinderbücher

Besucherecke: Karten, Broschüren, Infomaterial für Wassersportler und Wanderer

Geschichte und Architektur

Es handelt sich um eine der typischen barocken Wallfahrtsanlagen, die Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhundert europaweit errichtet wurden. Viele Besucher vergleichen sie mit Santinis Wallfahrtskirche des hl. Johannes von Nepomuk auf dem Grünberg, wobei es sich selbstverständlich um ein Bauwerk einer ganz anderen Größenordnung handelt.

Den Mittelpunkt des Geländes auf dem Kreuzberg bildet die achtseitige Kapelle aus dem Jahr 1710, umgeben von Grünflächen und dem achtseitigen Kreuzgang mit Arkaden, der erst nachträglich in den Jahren 1715–1720 erbaut wurde. Zum Gelände führt aus der Stadt ein Kreuzweg mit sechs Kreuzwegkapellen aus den Jahren 1750–1755.

Die Kapelle und die gesamte Anlage wurde auf Initiative der Krumauer Bürger im Einvernehmen mit dem damals herrschenden Johann Christian I. von Eggenberg und dessen Gemahlin errichtet, für welche der Kreuzberg eine magische Bedeutung hatte. Das Wallfahrtsgelände hat in den vergangenen mehr als 300 Jahren gute und schlechte Zeiten erlebt. Gute Zeiten erlebte es insbesondere im 18. Jahrhundert, als es seinem religiösen Zweck diente, und schlechte dann Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts sowie im Ersten Weltkrieg, als es dem Verfall preisgegeben wurde. 1928 erwarb Theresa von Schwarzenberg die Kapelle auf dem Kreuzberg und ließ sie aufwendig sanieren. Die schlimmste Zeit begann ab 1950 während des kommunistischen Regimes, als das Gelände inklusive der Innenausstattung zerstört und seiner Kunstwerke beraubt wurde. Nach der sog. Samtenen Revolution im Jahr 1991 wurde die Kapelle umfassend saniert, wobei das Gelände leer blieb und für die Öffentlichkeit quasi geschlossen war. (Quelle: krizak.ckrumlov.cz)

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